Die Natur schreitet unbeirrt in ihrem Zyklus der Veränderung voran: Mit steigender Temperatur, der Verlängerung des Tageslichts und zunehmender Schneeschmelze erwacht die Pflanzen- und Tierwelt aus dem Winterschlaf, die neuen Triebe streben der Sonne entgegen. Das Nahen des Frühlings ruft ein vielversprechendes Kribbeln im Bauch und eine Vorfreude auf die sonnigen Zeiten des Jahres hervor.

 

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“

Während sich im bisherigen Jahresverlauf primär die sonnigen Seiten voller Tatendrang und Innovationskraft gezeigt haben – insbesondere auch in der Wirtschaft in Form eines lang anhaltenden, konstanten Wachstumstrends – hat sich mit Verbreitung des Coronavirus die Situation auf einen Schlag grundlegend verändert. Das gesellschaftliche Leben hat sich auf ein Minimum reduziert. Ständige Lageveränderungen erinnern uns als Organisationen wie auch als Privatpersonen daran, dass sich gesteckte Ziele, Vorhaben und Prioritäten angesichts von externen Einflüssen und dringlichen Herausforderungen permanent anpassen müssen. In einer solchen Extremsituation herrscht der stetige Druck, das eigene Handeln nach der Maxime „reduce it to the max“ und der Notwendigkeit beschleunigter Entscheidprozesse unter Unsicherheit zu gestalten. Dies legt schonungslos zu Tage, wo bislang Schwachstellen im System bestanden.

Mit zunehmender Verschärfung der Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus merken wir am täglichen Verhalten, wie schwer wir uns als Spezies Mensch mit Veränderungen auf adaptiver Ebene tun: «Social Distancing», d. h. am besten zu Hause bleiben oder zumindest 2 Meter Abstand zu wahren, regelmässige Handhygiene, Berühren des Gesichts vermeiden, keine Panikeinkäufe tätigen… Das bestehende Mindset und eingeschliffene Verhaltensweisen stellen sich oftmals als veränderungsresistent heraus.

 

Veränderungen in Organisationen

Eine ähnliche Challenge zeigt sich folglich auch auf organisationaler Ebene. Obwohl die aktuellen, durch das Coronavirus induzierten Herausforderungen wesentlich schneller, drastischer, einschneidender wirken und als ausserordentlich einzustufen sind, sind Organisationen permanent durch eine Vielzahl von internen und externen Treibern zu stetigen Veränderungen angehalten. Beispielsweise schaffen es neue Marktteilnehmer heute in zunehmend kürzeren Zeitspannen, Kundenerwartungen zu prägen, veraltete Geschäftsmodelle aufzubrechen und dominierende Marktpositionen einzunehmen. Wichtiger Treiber ist dabei der technologische Fortschritt, der sich mit hoher Geschwindigkeit entwickelt und eine immer bessere Abdeckung von Kundenbedürfnissen ermöglicht. Aktuell bestehende Wahrheiten sind nicht absolut. Dennoch fällt es Organisationen oftmals schwer, diese zu hinterfragen und eine entsprechende Veränderungsbereitschaft zu entwickeln.

Trotz der zweifelsohne schwerwiegenden Krise und bedrohlichen Situation mit dem Coronavirus: Welche Erkenntnisse können wir daraus gewinnen? Unabhängig der Ursache und Natur des Treibers gibt es sowohl auf persönlicher Ebene wie auch als Organisation immer wieder prägende Einflüsse, welche nicht nur der eigenen Steuerungskompetenz unterliegen und uns als Entitäten zu einer Haltung zwingen: Gehen wir die Herausforderung der Veränderung aktiv an und versuchen, ein gestalterisches Element im bestehenden Handlungsspielraum einzunehmen oder bleiben wir passiv und lassen uns von den Entwicklungen und Ereignissen überrollen? Sind wir in der Lage, bestehende Glaubenssätze und lieb gewonnene Handlungsweisen in Frage zu stellen? Sind wir dazu bereit, uns zu verändern?

 

Aus Schwierigkeiten entstehen Gelegenheiten und Chancen

Sowohl die Natur wie auch viele persönliche Erfahrungen lehren uns: Auf den Winter folgt der Frühling, aus Knospen entstehen Blüten, aus Schwierigkeiten ergeben sich neue Gelegenheiten und Chancen. Die Herausforderungen im kommenden Wiederaufbau unserer Wirtschaft sind vielfältiger Natur, doch «Transformation is our passion». Die Valion hat aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Themenfeld der Veränderung ein durchgängiges Set an Methoden und Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Prozesse und Organisation, Requirements Engineering und API aufgebaut. Unseren Blog mit allen spannenden Beiträgen rund um diese Themen können Sie ganz einfach auf LinkedIn verfolgen. Wir unterstützen Sie bei Ihren Herausforderungen und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. In der Zwischenzeit wünschen wir Ihnen und Ihren Liebsten gute Gesundheit!

Dominik Gubelmann

Dominik Gubelmann

Senior Consultant

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